Ein Beispiel wie Inklusion praktisch und verantwortungsvoll funktionieren kann, ist die Anschaffung eines speziell angefertigten Elektro-Gabelstaplers für einen schwerbehinderten Rinn Mitarbeiter mit Unterstützung des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen. Zur neuen Ausstattung gehören die vom Fahrgestell und vom Hubgerüst entkoppelte, gegen Stöße und Erschütterungen gedämpfte Fahrerkabine, Räder mit Luft-Bereifung und ein ergonomischer Fahrersitz. So ausgerüstet kann Paul Eisenkolb, der an der Wirbelsäule erkrankt ist, seine Arbeit als Staplerfahrer bei Rinn in Fernwald/Steinbach dauerhaft weiter ausüben.
Die Anschaffung des Elektro-Gabelstaplers hat das LWV Hessen Integrationsamt mit 117.721 Euro unterstützt. Einen Bewilligungsbescheid über diese Fördersumme überreichte LWV-Landesdirektorin Susanne Simmler in Gegenwart von Anita Schneider, Landrätin des Landkreises Gießen, am 22. Januar an Luisa Rinn, Geschäftsführerin, und Christian Ferber, Sicherheitsingenieur und Mitglied der Geschäftsleitung. „Der bezuschusste neue Gabelstapler sichert dem schwerbehinderten Mitarbeiter eine aktive und selbstbestimmte Teilhabe am Arbeitsleben. Und gemeinsam arbeiten heißt gelebte Inklusion“, so Simmler.
Mit seiner Förderung unterstreicht der LWV insbesondere das Engagement des Unternehmens als vorbildlichem Arbeitgeber. Seit Jahren beschäftigt Rinn mehr schwerbehinderte Mitarbeitende, als es müsste. Von den 378 Arbeitsplätzen an den Standorten Heuchelheim und Fernwald sind aktuell 30 mit schwerbehindert bzw. gleichgestellten behinderten Menschen besetzt. Damit liegt die Beschäftigungsquote bei derzeit 7,9 Prozent (gesetzlich festgelegt: fünf Prozent). Darüber hinaus arbeitet Rinn eng mit der Lebenshilfe in Wetzlar zusammen und vergibt umfangreiche Aufträge an die Werkstätten.
Bildunterschrift: (v.l.n.r.) Anita Schneider, Susanne Simmler, Christian Ferber, Luisa Rinn, (hinten) Paul Eisenkolb

